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Ostern als Heilige Hoch-Zeit

  • Autorenbild: Heike
    Heike
  • vor 2 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Die Auferstehung des Heiligen Paares


Im Karfreitag-Blog haben wir die Jesus-Geschichte jenseits von Leid und Opfer betrachtet: statt Kreuzigung eine Anbindung an das Symbolkreuz von Himmel und Erde, statt Grab eine dreitägige Einweihung in der Dunkelkammer.


Heute, am Ostersonntag, lade ich euch ein, noch einen Schritt weiter zu schauen auf die eigentliche Auferstehung. Auch hier gibt es andere weniger bekannte Geschichten, die erzählt werden, und viele Menschen empfinden es als sehr befreiend, sich diese einmal anzuschauen. Dieser Blog will dabei nichts widerlegen und nichts ersetzen. Er öffnet einfach nur Möglichkeiten, andere Überlieferungen kennenzulernen. Und vor allem lädt er dazu ein, beim Lesen deiner eigenen inneren Wahrheit zu lauschen und zu vertrauen. Achte somit darauf, womit du in Resonanz gehst.


In vielen alten Traditionen geschieht eine echte Auferstehung nie nur durch einen Pol allein, sondern immer durch die bewusste Vereinigung beider Seiten, von Himmel und Erde, männlich und weiblich. Eine einseitige Auferstehung wäre unvollständig. Vollkommen wird sie erst im absoluten Gleichklang beider Kräfte.


Genau diesen Gleichklang der Auferstehung sehen wir in der Natur zur Tag- und Nachtgleiche im Frühling. Die Sonne geht genau im Osten auf, Licht und Dunkelheit halten einander die Waage. Die Erde empfängt das Licht, die Samen keimen, und neues Leben erwacht zu Ostern.


Frühere Kulturen feierten diesen kosmischen Moment oft zum Vollmond nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche. Der Sonntag danach wurde zum Ostersonntag. Wir feiern die Auferstehung eines Mannes, doch im Grunde ist es die Auferstehung der ganzen Polarität von männlich und weiblich, Himmel und Erde, Geist und Materie.



Aus dieser Sichtweise wird deutlich, dass Jesus nicht allein auferstanden sein kann. Er brauchte dafür den weiblichen Gegenpol. Schauen wir in die Evangelien, erfahren wir, dass es Maria Magdalena war, die am Sonntag morgen als erstes in die Grabkammer ging, noch vor dem Sonnenaufgang, im Dunkeln. Wenn wir die „Grabkammer“ als Einweihungskammer verstehen, wird deutlich: Maria Magdalena betrat den heiligen Raum der Einweihung, wo Jesus auf sie wartete, jedoch nicht grobstofflich. Er hatte bereits eine so hohe Schwingung angenommen, dass diese feinstofflicher geistiger Art war, die Gestalt des Geistigen Geliebten.


In gnostischen Schriften spricht man sogar von einer Brautkammer, die im Englischen als Womb (Schoß, Gebärmutter) bezeichnet wird. Der Einzuweihende vollzieht in dreitägiger Finsternis den vollständigen Ego-Tod und tritt als reiner Christusstrahl hervor, durchflutet von Liebe, Weisheit und der lichtvollen Schöpfungskraft in höchster Reinheit. Nur so vereinigt er sich mit der heiligen Materie, die die Frau verkörpert. Übertragen wir das auf Ostern, wird der Christusstrahl, oder Jesus, von Maria Magdalena empfangen, die der haltenden Pol ist, die "Womb", der Schoß, vereint im dreifach heiligen Schöpfungsraum:

  • der irdische Raum der Mutter Erde von ihr gehütet, gehalten (die Dunkelkammer),

  • der menschliche Schöpfungsraum der Frau (ihr heiliger innerer Schoß-Raum),

  • der kosmische Raum der Sonne & Erde im Osten (zur Tagnachtgleiche).


In dieser heiligen Dreifaltigkeit des allerheiligsten Schöpfungsraums findet die höchste Vereinigung statt, die den Beginn der Hoch-Zeit einläutet. Diese Verbindung ist nicht primär körperlich, sondern eine geistig-seelische Durchdringung. Die Vereinigung geschieht auf einer so hohen Schwingung, dass sie als unbefleckte Empfängnis bezeichnet wird. In gnostischen Texten oder im Umfeld des Evangeliums des Philipp spricht man auch vom „Samen des Lichts“ (semen luminis).


Die beiden Engel der Evangelien, einer am Kopf- und einer am Fußende, hüten diesen Raum wie die Cherubim über dem Allerheiligsten der Bundeslade. Sie bezeugen: Hier ist die Brautkammer, hier vollzieht sich das Hieros Gamos – die Heilige Hoch-Zeit.


Die Kammer war traditionell nach Osten ausgerichtet, sodass das erste Sonnenlicht nach den drei Tagen Finsternis direkt hineinfällt. Das Licht ist im Gleichklang zwischen den Polaritäten ebenso wie Jesus und Maria Magdalena, die anderen Deutungen zufolge durch die Vereinigung gemeinsam auferstanden. Neun Monate später, zu Weihnachten, feiern wir die Frucht dieser Vereinigung: das göttliche Kind, das in jedem von uns geboren werden kann.


Ostern ist seit jeher ein Fest der Fruchtbarkeit und des Neubeginns. Hase und Ei erinnern uns daran. Es ist das Fest, an dem das Neue im Schoß der Frau und im Schoß der Erde heranwächst, geboren aus der bewussten Heiligen Hochzeit von Christusstrahl und kosmischer Sophia.


MUSIKVIDEO zur HEILIGEN HOCH-ZEIT


Wenn du auch bildlich hinein spüren möchtest, nimm dir nun einen stillen Moment, um visuell über dieses Musikvideo zu empfangen. Es zeigt die Heilige Hoch-Zeit von Maria Magdalena und Jesus, wenn die beiden aus der allerheiligsten Brautkammer in den Paradiesgarten treten. Vielleicht erinnert sich etwas in dir, vielleicht gehst du auch nicht damit in Resonanz. Beides ist in Ordnung. Wir sind nicht hier um zu sagen, dies ist wahr und das andere nicht. Wir sind hier, um zu fühlen und zu erinnern.


Wenn du noch weiter in die unbekannten Jesus-Geschichten eintauchen möchtest, lade ich dich herzlich zu meinen Einweihungsbüchern oder Meditationen ein, in denen ein viel leichteres und liebevolleres Bild von Jesus, Maria Magdalena und vom Christus-Sophia-Licht aufgezeigt wird.


Von Herzen wünsche ich dir frohe Ostern. Möge dieses Osterfest auch in dir zur Heiligen Hoch-Zeit werden.



Begegnungen zu Ostern mit Jesus und Maria Magdalena




Einweihung in die befreiende Geschichte jenseits von Leid, Opfer und Schuld.






 
 

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